Smart City EU-Projekt MAtchUP testet intelligente Gebäudetechnik auf Alltagstauglichkeit

Am heutigen Dienstag, 19. November 2019, eröffnete auf der Haydnstraße 17 in Johannstadt Dresdens erstes Zukunftshaus mit einem innovativen Energiemanagementsystem. Die im Rahmen des Smart City EU-Projekts MAtchUP geförderte digitale Gebäudetechnik soll den Alltag erleichtern und dabei helfen Energie zu sparen. „In MAtchUP geht es um nachhaltige Stadtentwicklung. Daher steht bei diesem Vorhaben für uns das Thema zukunftsweisendes Energiemanagement im Fokus“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Die Stadt Dresden ist eine der drei europäischen Leuchtturmstädte im EU MAtchUP-Projekt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, smarten Stadtentwicklung. Das MAtchUP-Team wird sich mit seinen Smart City-Lösungen aktuell bei der Smart City Expo in Barcelona präsentieren.

Was macht das Zukunftshaus smart und besonders? Das neu errichtete Haus wurde mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und entsprechenden Batterie zur Speicherung im Keller des Gebäudes ausgerüstet. Verbunden ist das Ganze mit einem modernen Energiemanagementsystem mit Bediendisplays pro Wohneinheit und im Keller. Über das Display lässt sich ebenfalls die Heizungsanlage in jeder Wohnung steuern und entsprechende Verbrauchswerte ablesen.
Die Energie- und Gebäudemanager-Displays empfangen und senden digital Daten und sind zusätzlich eine Kommunikationsplattform zu Dienstleistern, wie der DREWAG. Dort können zahlreiche Informationen abgefragt und eingestellt werden, wie die nächsten Wartungstermine oder Kontaktdaten des Hausmeisters. „Im Zukunftshaus probieren wir verschiedenste neue Technologien in der Energie- und Steuerungstechnik in bestimmen Anwendungsszenarien aus. Durch den täglichen Betrieb können wir Rückschlüsse für die praktische Anwendung auch in anderen Gebäuden ziehen", so Franz Härting, Mitarbeiter Energiedienstleistungen bei der DREWAG.


Hintergrund zum Smart City-Projekt MAtchUP
Unter Federführung des Amtes für Wirtschaftsförderung arbeitet die Landeshauptstadt Dresden vor Ort mit Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern an Vorhaben zur nachhaltigen Stadtentwicklung zusammen, um gemeinsam den Weg hin zu einer intelligenten, zukunftsfähigen Stadt (Smart City) zu gestalten, die den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann. Dresden wurde 2017 im Rahmen der europaweiten Initiative „Horizon 2020 - Smart Cities and Communities“ ausgewählt, das von der Europäischen Kommission geförderte Leuchtturmprojekt als sogenannte Lighthouse City - neben Valencia (Spanien) und Antalya (Türkei) - umzusetzen. Insgesamt besteht das MAtchUP-Konsortium aus 28 Partnern in acht verschiedenen Ländern. Für die Jahre 2017 bis 2022 fördert die Europäische Union das Vorhaben mit insgesamt rund 17,5 Millionen Euro. Etwa 4,5 Millionen Euro davon entfallen auf die Dresdner Partner.

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